Frage 47

Die österreichische Regierung ist nicht das, was man sich wünscht, mit ihrer permanenten Angstmache und dem Angriff auf Rechtsstaatsprinzipien, aber ein gutes Wiener Schnitzel bleibt was Feines. Saftig, aber nicht zu dick, knusprig, aber nicht so, dass man vor lauter Panier kein Fleisch mehr merkt, und mit einem so betörenden Butterschmalz-Geschmack, dass man jedes Mal ein wenig traurig ist, wenn es (stets viel zu schnell) aufgegessen ist. Aber was ist jetzt das Wienerische?

(A) Es muss unbedingt Kalb sein.
(B) Die Preiselbeeeren machen es.
(C) “à la viennoise” eine Mischung aus gehackter Petersilie, Sardellen, Kapern und Zitronen. Einfacher: nur die Zitrone und die Petersilienkartoffeln.

Antwort: (C)

Es darf gern das Schwein sein (das eine viel bessere Klimabilanz hat). Die Preiselbeeren, so gut sie schmecken, sind in Tirol beliebt. Richtig ist (C), aber allzu dogmatisch sollte man es nicht sehen, Hauptsache es schmeckt.

PS: Das angeblich beste Schnitzel gibt’s in Wien von einem bayerischen Koch und einer Voralbergerin mit vietnamesischen Eltern im Lokal “Automat Welt”, das nach einem Prager Selbstbedienungsladen benannt ist.

Quelle: https://derstandard.at/2000082826391/Das-Wiener-Schnitzel-im-Automat-Welt?_blogGroup=2