Obst und Milch statt Chips und Cola

08. März 2016 | Landwirtschaft und Ernährung

"Kinder brauchen knackiges Obst und gesunde Milch statt fettiger Chips und klebriger Cola! Jetzt ist der Weg zu gesünderer Kost für Schüler frei", freut sich Maria Noichl. Die Agrarexpertin der SPD-Europaabgeordneten begrüßt die Zusammenführung des Schulobst- und Schulmilchprogramms, die das Europaparlament am Dienstag mit großer Mehrheit beschlossen hat.

Dank des vereinfachten Gesetzes können europäische Schulen bald unbürokratischer das Geld für die gesundheitsfördernden Programme beantragen.

„Frische, saisonale, regionale und möglichst fair gehandelte Lebensmittel gehören in die Küchen unserer Schulen. Dafür setzen wir SPD-Europaabgeordneten uns schon seit fast 40 Jahren ein. Süßungsmittel und künstliche Aromen hingegen müssen vom Speiseplan verschwinden“, kommentiert die SPD-Europaabgeordnete Maria Noichl.

Fast 30 Millionen Schulkinder profitierten bisher jährlich von diesen beiden EU-finanzierten Programmen. Durch die neue Vereinfachung sollen es in Zukunft noch mehr werden. "Immer mehr europäische Schülerinnen und Schüler sind übergewichtig. Damit Kinder schon früh eine ausgewogene und gesunde Ernährung kennenlernen, wurden 1977 das Schulmilch- und 2009 das Schulobstprogramm ins Leben gerufen", erklärt Maria Noichl. „Damit eröffnet die EU den Schulen die Möglichkeit, gesundheitsfördernde Programme zu etablieren, die letztlich auch der Gesellschaft zugutekommen. Die Kinder lernen, wie Obst und Gemüse schmecken und was saisonal auf dem Plan steht - dass Erdbeeren zum Beispiel nicht im europäischen Winter außerhalb von Gewächshäusern wachsen, obgleich es sie ganzjährig im Supermarkt zu kaufen gibt.“

"Erfreulicherweise haben wir bei den Trilogverhandlungen mit dem Rat durchgesetzt, dass das Budget im Gesetz selbst verankert wird. So sollen für das Schulmilchprogramm 100 Millionen Euro, für das Schulobstprogramm 150 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Das sind 20 Millionen mehr als von der EU-Kommission in ihrem ursprünglichen Verordnungsvorschlag vorgesehen. Ein klarer Erfolg für das Europäische Parlament", freut sich Maria Noichl.

Nach langem Streit zwischen den Institutionen hat sich die Position des Europaparlaments auch hinsichtlich der Rechtsgrundlage durchgesetzt. Folglich steht fest, dass der Rat die Finanzierung der Programme nicht eigenständig ändern kann und politische Entscheidungen gemeinsam getroffen werden. "Auch bei der Produktliste konnten wir Europaabgeordneten einen Erfolg erringen. Zusatzstoffe wie Zucker, Salz und Fett werden streng kontrolliert. Regionale und kulturelle Besonderheiten in den Mitgliedsländern werden in dem Gesetzesvorschlag durch verschiedene Fördermöglichkeiten berücksichtigt.“

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